Die Zeit, eine andere Hypothese

Diskussion hypothetischer Zusammenhänge im grenzwissenschaftlichen Bereich
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Hunter
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Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von Hunter » 8. Juni 2016, 15:47

Gedanken zum Phänomen Zeit:

Vor einiger Zeit nahm ich die Erklärungen der Physiker zum Phänomen der Zeit genauer unter die Lupe und kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus!
Warum?
Meiner Ansicht nach haben die meisten von ihnen keine Ahnung und plappern nur Zeug nach, dass sie selbst nicht verstehen...
Was mich zu dieser Meinung bringt?
Die so genannte Beweisführung für die Zeitdehnung zum Einen, ihre Hypothesen zu den parallelen Universen in denen verschiedene Zeitlinien des selben Ereignisses stattfinden sollen, zum Anderen.
Letzteres soll wohl als Erklärung für die Zeitdehnung herhalten...

Betrachten wir das gängige Modell der Zeit einmal genauer:

Sie ist nicht Konstant und kann angeblich stehen bleiben. Auch ich nutze diese Eigenschaft der Zeit in meinem Aufsatz über die Gravitation, weil ich mich innerhalb des gängigen Modells nach Einstein bewegen will... Dennoch halte ich das für falsch! Die Argumentation ist sehr verlockend, weil es zunächst den Anschein vermittelt, als sei dieses Dehnen der Zeit beobachtbar und sogar messbar.

Dazu wurde eine Atomuhr an Bord eines Flugzeuges gebracht und nach der Landung wurde die angezeigte Zeit mit der Zeitanzeige einer stationären ATOMUHR VERGLICHEN. Die Uhr welche sich mit einer höheren Geschwindigkeit bewegt hat zeigte einen geringeren Wert an als die Stationäre... Dies dient immer noch als Beweis für die Zeitdehnung! So weit scheint alles klar zu sein...

Doch - was stimmt da nicht?

Demnach wäre doch die Uhr aus dem Flieger in die Vergangenheit gereist und dürfte gar nicht mehr existent sein! Oder?

Wie kommt es, dass all die Menschen die aus einem Flieger steigen und einige millionstel Sekunden in die Vergangenheit versetzt wurden pünktlich wieder in unserer Zeit existieren, quasi in ihrer Zukunft?

Also scheint meiner Meinung nach da ja etwas nicht zu stimmen! So simpel wie ein Herr Einstein sich das vorgestellt hat mit der Zeit, scheint diese wohl nicht wirklich zu funktionieren. Was hat es also auf sich wenn die Physiker behaupten, dass es unendlich viele mögliche Zeitlinien in unendlich vielen Paralleluniversen gibt und nur die in unserer Wirklichkeit grade Gültigkeit erlangt die uns oder ihnen bei ihren Gleichungen in den Kram passen?

Wunschdenken meine ich. Klares Wunschdenken!

Die Zeit ist meiner Ansicht nach die EINZIGE KONSTANTE in unserer Realität! Alles Andere ist mehr oder weniger Variabel. Somit werde ich meine These von der Gravitation überdenken müssen. Hab ich kein Problem damit! Wenn ich falsch lag, dann lag ich eben falsch!

Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
(Irren ist menschlich, aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch.)

Aber das mit der Zeit funktioniert so nicht wie die Einstein-Nachplapperer sich das vorstellen, davon bin ich sehr überzeugt.Es passt einfach nicht zusammen. Einerseits soll man nicht in die Vergangenheit reisen können, da man nicht in verschiedenen Zeitebenen existieren können soll, auf der anderen Seite geschieht genau das jeden Tag millionenfach! Wenn man an die Zeitdehnung glaubt, muss man auch die alltäglichen Zeitreisen als real in Betracht ziehen.... :effe:

Also verteile ich grade wieder einmal Prügel...
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u63m
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von u63m » 9. Juni 2016, 21:27

Interessanter Denkansatz :roll:
Wenn die zweite Atomuhr eine wenn auch kurze Zeitreise gemacht hat, dann sollte sie aus unserem Zeitgebilde (der anderen Uhr) verschwunden sein.

Aber man sollte dabei nicht vergessen, dass sich ja die Zeitdifferenz zwischen den Uhren nur verschoben hat und die andere Uhr ja trotzdem im gleichen koordinatensystem ist. Nur, dass sie am Ende ein paar Nanosekunden älter oder jünger ist als die andere. Die Zeitdifferenz ist einfach noch zu klein, als dass man da "Beam.Effekte" erkennen kann.

ein anderes Beispiel wäre der Tunneleffekt bei der Tunneldiode. Dort sollen wohl die Elektronen eher auf der anderen Kristallkitterseite sein, als sie überhaupt losgeflogen sind.
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Hunter
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von Hunter » 9. Juni 2016, 22:09

Hi u63m,
ein anderes Beispiel wäre der Tunneleffekt bei der Tunneldiode. Dort sollen wohl die Elektronen eher auf der anderen Kristallkitterseite sein, als sie überhaupt losgeflogen sind.
Das wäre ein Kausalitätsproblem! Ursache /Wirkung!
Aber...ja gut dass Du den Tunneleffekt ansprichst! Also nicht nur die Wirkung in der Tunneldiode, Nein! Die Arbeit von Günter Niemtz kommt mir dabei in den Sinn, die ich vor vielen Jahren versucht habe nach zu vollziehen. Er hatte ja an der Uni Köln spektakuläre Versuche nit Mikrowellen durchgeführt. Diese durch einen verengten Wellenkanal getunnelt und dadurch die Lichtgeschwindigkeit überschritten wie er damals postulierte.

Tunneleffekt

Dabei warfen ihm seine Gegner auch ein Kausalitätsproblem vor, das es in Wirklichkeit aber nicht zu geben scheint.
Nun, ich gelange immer mehr zu der Ansicht, dass wir einen viel zu eingeschränkten Blick auf die Physik der Natur haben um deren echte Gesetzmässigkeit auch nur im Ansatz zu verstehen...

Werde mich dazu noch ausführlicher äussern,

LG

Hunter
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Hunter
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von Hunter » 10. Juni 2016, 08:32

Was ist wirklich für die so gen. Dilatation der Zeit verantwortlich. Denn messen oder beobachten können wir das nur anhand der sekundären Effekte. Die Uhr die langsamer geht bei hoher Eigengeschwindigkeit gegenüber eines Vergleichsmodells, das sich weniger schnell durch die Raumzeit bewegt... U.V.M. Wenn also angenommen nicht die Zeit selbst gedehnt würde, was wäre dann für das langsamere gehen der Uhr verantwortlich? Die Massenträgheit? Die zu Überwinden kostet enorme Kraft und bewirkt bis ins letzte Atom der Uhr eine Verdichtung der Materie in Gegenrichtung zur Beschleunigung... Ruft dieses Beharrungsvermögen der Materie den Effekt hervor und ist so nichts weiter als ein Messfehler?
Man sollte das überprüfen in der experimentellen Physik...

Denn mit der Lichtgeschwindigkeit gibt es auch ein experimentelles Problem:

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber ... strahl.gif
Ein von einem rotierenden Spiegel auf eine ausreichend weit entfernte Wand projizierter Lichtpunkt bewegt sich dort überlichtschnell.
Mit einer Selbstverständlichkeit wird dort das Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit hingenommen...

Also kann an diesem ganzen theoretischen Konstrukt einiges NICHT stimmen!

LG

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u63m
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von u63m » 10. Juni 2016, 16:37

haha nicht das Licht wird überschnell in dem Experiment, sondern es wird in lichtüberschneller Geschwindigkeit eine "Photonenkleckerspur" hinterlassen. Ich wette, dass sich an der Geschwindigkeit des Lichtstrahls nichts ändert, nur dass die Photonen dann im Kreisbogen auftreffen. Interessant wäre es, wenn es sich um einen ultrakurzen Lichtimpuls handelt, der immer zum gleichen Winkel ausgelöst wird. Da würde mich mal interessieren, wie das Schattenmuster aussieht, im überlichtschnellen Schwenkbereich :kratz:
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von Hunter » 10. Juni 2016, 19:15

Nun, davon bin ich weniger überzeugt, denn wäre der Laserstrahl ein Wasserstrahl, also ein Partikelstrahl aus Materie, würde ich Dir zustimmen, doch leider verhält sich Licht wegen seines Wellencharakters nicht so...
Siehe Doppelspalt-Experiment. Mit einem Materiestrahl z.B. Wasserstrahl funktionierte das nicht. Ein Photon kann auch an 2 Orten gleichzeitig sein, verschränkt sein, das zeigt schon ein einfaches Spiegelexperiment.

Ja eigentlich dürfte der Laserstrahl bei der Entfernung nicht mehr ankommen, die den Wert der Lichtgeschwindigkeit überschreitet. Bei einer Umfangsgeschwindigkeit von 300.000 Km/s ist die Grenze erreicht. Der Mond ist so weit entfernt, dass man ihn mit einem Laserschwenk benutzen könnte als Messplatz.... :kratz:
Ich glaube ich werde langsam zu Alt für diese Gedankenspiele... :dumm:

LG

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u63m
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von u63m » 10. Juni 2016, 20:01

Hallo Hunter
Auf dem Mond wurde doch ein Reflektor installiert und der wird ab und zu mit einem Laser angeschossen und sein Reflexionslicht aufgefangen. Allerdings dauert es etwas, bis man nach dem Schuss die Reflexion sieht, da...
das Licht ja seine ...Zeit... braucht, um den Weg zurück zu legen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Drehbewegung dann in einer Spirale ihren Weg vollendet. Ich glaube nicht, dass sich Licht in seiner Geschwindigkeit so einfach manipulieren lässt.
Im Weltraum hätten wir die Rot- oder Blauverschiebung im Spektrum, also den Doppler-Effekt beim Licht.
Es wäre ja so, als würde ich versuchen, die Schallgeschwindigkeit zu verändern. Dort kann ich per Bewegung auch nur den Doppler-Effekt erzeugen (was man gut an fahrenden Fahrzeugen mit Martinshorn hört)
Aber die Schallgeschwindigkeit selbst ist doch meiner Meinung abhängig von der Mediumdichte..
Je dichter das Medium um so schneller wird die Schallwelle weiter geleitet.
Beim Licht ist es genau umgekehrt, da hat es die höchste Geschwindigkeit im leeren Raum.
:arrow: :arrow: Medium...
Bleibt der Raum selbst, der das Maß für die Lichtgeschwindigkeit ist :idea:
Aber kann es Raum ohne Masse geben?
Es wäre dann nichts!
:denk:
Lichtgeschwindigkeit-Raumkoordinaten-Zeit
Ich denke, dass dort ein direkter Bezug besteht.
Die Substanz des Raumes selbst wäre dann das Maß für die Lichtgeschwindigkeit,
so wie die Substanz des Trägermediums von Schall, ein Maß für die Schallgeschwindigkeit ist :idea: :idea:
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von Hunter » 10. Juni 2016, 21:08

Aber kann es Raum ohne Masse geben?
Ja. Raum ist nicht von Materieansammlung abhängig...
Doch zurück zum Thema. Tja die Rot und Blauverschiebung...
Noch einmal meine Sichtweise, die durchaus NICHT mit der Lehrmeinung übereinstimmt:
Nicht wegen der Lichtgeschwindigkeit also der Zeitdehnungsgrenze gibt es diese Verschiebung sondern aus einem ganz simplen Grund:
Bewegt sich eine gelbe Lichtquelle mit erheblicher Geschwindigkeit auf uns zu, dann kommen bei uns mehr Wellenberge und Täler pro Sekunde an als das gelbe Licht sonst hätte also erscheint es uns weiss bis blau oder wenn es den sichtbaren Bereich überschreitet wird es unsichtbar...
Entfernt sich die Lichtquelle, kommen weniger Wellenbündel bei uns an pro Sekunde, was einer roten, stillstehenden Quelle gleich käme.. Analog zum Schall verhält es sich ähnlich. Mehr Wellenberge pro Sekunde bei einem Auto das auf einen zufährt bedeutet natürlich einen höheren Ton.

So viel dazu!

Täglich zur selben Zeit wird der Laser zum Mond geschickt und die Laufzeit gemessen... JA Das sagt aber über die reale Geschwindigkeit des Lichtes wenig aus. Dennoch lässt sich die Entfernung zum Mond dahingehend bestimmen, als dass man die Vergleichsmessungen heranziehen kann um Änderungen der Entfernung zu dokumentieren. Welche physikalischen Effekte wirklich dafür verantwortlich sind das es zu dieser Laufzeit kommt, ist abschliessend noch nicht geklärt. Man geht von der Einstein´schen Relativitätstheorie aus um das Phänomen zu erklären. Im Alltagsleben mag das ja bis zu einem gewissen Grad stimmen, doch betritt man die Quantenebene stimmt nichts mehr davon und es lässt sich verdammt nicht mit den Phänomenen im Makrobereich vereinbaren. Es stimmt irgend etwas an diesem ganzen Konstrukt mit der Zeit nicht!

Es erscheint uns wohl nur so... Wie kann eine Geschwindigkeit konstant sein wenn die Hauptmasseinheit (Zeit) variabel ist? Widersinniger geht es nicht, oder? :?:

Was diese Laserschleuder anbelangt - Stell Dir bitte einmal vor, durch die Kreisbeschleunigung nimmt das Gewicht eines Photons zu. - Wie schnell würde das Photon dann in Analogie zum Stein an der Schnur der um dich herum rotiert? :??:

Ein nachdenklicher

Hunter
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von Hunter » 10. Juni 2016, 21:47

Beim Licht ist es genau umgekehrt, da hat es die höchste Geschwindigkeit im leeren Raum.
:arrow: :arrow: Medium...
Bleibt der Raum selbst, der das Maß für die Lichtgeschwindigkeit ist :idea:
Dieser Abend gefällt mir! Fussball läuft im Fernsehen, Frankreich gegen Rumänien, ein gutes Spiel bisher...
Ein intensiver Gedankenaustausch mit Ulf. Kann kaum ne Steigerung geben!

Also irgendwie kann ich mich mit Deinem Gedanken anfreunden bezüglich der Lichtgeschwindigkeit. Denn im Quantenbereich scheint die Zeit wohl eine konstante Grösse zu sein, anders liessen sich die dort auftretenden Effekte kaum erklären. Das also die (Materie)Dichte [Masse] im Raum die Laufzeit des Lichts bestimmt... Doch wie schnell könnte es werden im absolut leeren Raum?

Das werden wir beide wohl nicht mehr erfahren... Oder doch?

:winke:
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u63m
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Re: Die Zeit, eine andere Hypothese

Ungelesener Beitrag von u63m » 10. Juni 2016, 23:12

Hallo Hunter
Na der Fussball ist nicht ganz so mein Spektrum :mrgreen:
Ok, Weltmeisterschaft sehe ich mir auch an aber ansonsten hält sich mein Interesse da in Grenzen :)
zurück zum Thema
Also die Erklärung der Rot- und Blauverschiebung ist für mich auch eindeutig, quasi simpel erklärbar.
Und Licht bewegt sich im absolut leeren Raum als Welle, da es keinen Grund hat, sich "einzurollen".
Aber Welle ....von was?
Auf welchem Medium bildet sich diese Welle ab, wenn der Raum absolut leer ist?
Der Gedanke, dass ein Photon einen Massezuwachs erfahren muss, wenn es die Lichtgeschwindigkeit erreicht, ergibt für mich ein Paradoxon:
Nach Einstein müsste das so sein.
Nach mir (lach) würde sich das Photon zur Welle wandeln, sowie es die Lichtgeschwindigkeit erreicht. Es kann sich nicht selbst überholen ...oder doch :mrgreen: :?:
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