Psychologie: Gibt es "emotionale Intelligenz"?

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Lidskjalfr
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Psychologie: Gibt es "emotionale Intelligenz"?

Ungelesener Beitrag von Lidskjalfr » 19. April 2016, 21:11

Die sogenannte "Emotionelle-Intelligenz"


Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich mit einem alten Freund einen Diskurs, der fast schon zum Disput ausartete. Er plädierte recht emotionell für die "Emotionelle-Intelligenz". :mrgreen:
Nun möchte ich Einiges dazu schreiben:

"Emotionelle-Intelligenz" - Gibt es die überhaupt?
- Ja! - Die gibt es!
In gewissen Sinne, denn eigentlich kann man sie nicht zu den Emotionen zählen, sondern zu den "Gefühlen" ("Gefühle", in der Hinsicht, wie etwa der Tastsinn), und diese Wahrnehmungen, können (quasi als Nebenwirkung, Emotionen auslösen. Dennoch kann man durchaus sagen, daß es Sie, oder besser ausgedrückt; Das, was der Schöpfer des Begriffs; "Emotionelle-Intelligent", nach meiner Ansicht meint, gibt. Nur, daß ich sie anders bezeichnen würde, um üble und fatale Missverständnisse zu vermeiden.
Das, was Manche als "Emotionelle-Intelligenz" bezeichnen, äußert sich in der Regel als Emotion. Eine Emotion, die der "Hohen-Emotion" zuzuordnen ist. - Also; von unserem "Hohen-Ego", unserem "Höheren-Selbst", einer guter Verbindung zur "Arkasha-Chronik", der "Morphischen-Eigenschaft", oder unseren "Schutzengeln" aus gehend.
Dies setzt immer ein "Begreifen" voraus. In dem Fall; ein Wissen, das von "Wo-auch-immer" kommt.
Diese "Hohe-Emotion" kann sich, exempli causa; in Mitgefühl zeigen, Zorn über Ungerechtigkeit (gegenüber Anderen), Trauer über die Zerstörung von Natur oder unwiederbringlichen Kunstwerken, Freude über Etwas, daß man als schön empfindet, ein gutes oder schlechtes Gefühl, in Bezug auf Irgendetwas, etc..
Meistens jedoch, kann man diese "Emotionelle-Intelligenz" Dem zuordnen, was uns an rudimentärem Instinkt verblieben ist.
Diese "Emotionelle-Intelligenz", wo auch immer sein Ursprung ist, initiiert also zu intelligentes Handeln oder intelligentes Erkennen, obwohl das Logo oder der Verstand nicht, oder nur ansatzweise in Aktion getreten ist.
Das sind aber Alles; "Ausnahmefälle"!

Denn:
Diese sogenannte "Emotionelle-Intelligenz" kommt, gerade bei den derzeitigen Menschen, äußerst selten zum Tragen!
Bei Manchen, etwas öfter, - bei den Meisten jedoch, fast nie!

Ein großes Übel - und; man kann fast schon sagen: der Kern jedes Übels - und in jeder Hinsicht; fatal, ist der Umstand, daß etwas gänzlich Anderes für "Emotionelle-Intelligenz", ich würde sie lieber als "Intuition" bezeichnen, gehalten wird! - Dieses "Etwas" sind völlige Fehleinschätzungen, Fehlinterpretationen, Irrtümer und Affekten, die so fernab jeglicher Intelligenz sind, daß man sie, sowohl von ihren Auswirkungen her, als auch vorurteilsfrei und ohne Beschönigung betrachtet, als gemeingefährlich pathologisch, bezeichnen muss!
Dies sind Auswirkungen der "Niederen-Emotion", die immer lediglich von einem "Not-Programm" der Überlebens-Triebe, respektive; von Impulsen des "Echsen-Hirns"* und anderen prä-logischen Bereichen, aus geht.
*(Um Missverständnisse vorzubeugen: Mit "Echsenhirn" meine ich nicht das sogenannte "Reptilien-Hirn", das Stammhirn, sondern; das Zwischenhirn. - Da es auch hauptsächliche Heimstätte des "inneren Schweinehunds" ist. Da Hunde aber soziale Wesen sind und relativ "intelligent", Nenne ich ihn lieber; "Schweine-Echse".)

Ulf war so freundlich, meine diesbezüglichen Schriften; "Wahrnehmung und Das, was die Meisten dafür halten", ebenfalls im Bereich; "Psychologie", aus dem alten Forum zu retten. Darin gehe ich ausführlicher auf das "Niedere-Ego" und die "Niedere-Emotion" / "Niedere-Emo" ein.

Diese "Niedere-Emotion" wird, fatalerweise, in der Regel, für "Emotionelle-Intelligenz" gehalten - und dieser Begriff; "Emotionelle-Intelligenz", verleitet Menschen auch noch regelrecht dazu; auf Konditionierungen, Prägungen und Traumata basierende, völlig paradoxe Assoziationen und Affekthandlungen, für intelligentes Wahrnehmen und Handeln zu halten. :evil2:

Wäre "Emotionelle-Intelligenz", also; die "Eingebung" von Wissen von "Wo-auch-immer" jedoch bei den Meisten wahrhaftig, wären die meisten Übel unserer Erde nicht mehr existent.

Vero

Re: Psychologie: Gibt es "emotionale Intelligenz"?

Ungelesener Beitrag von Vero » 2. Februar 2017, 20:27

Hallo Lidskjalfr..
Ist zwar ein älterer Beitrag, aber spannend für mich, ihn neu zu beleben.
Mich hat die Frage, „ob es überhaupt eine Emotionelle-Intelligenz gibt“, erst sehr verwundert. Denn aus mir kam sofort ein „Ja, natürlich“.

Bei näherer Betrachtung allerdings steht für mich die Frage im Raum, liegt der Schwerpunkt auf „Emotion“ oder auf „Intelligenz“?
Dazu meine Gedanken. Ich glaube, dass das Substantiv „Intelligenz“ erst später den Emotionen zugeordnet wurde. Das kompliziert den Durchblick besser.
Um eine Emotion zeigen zu können, muss ein Gefühl vorausgehen. Gefühle werden den Intuitionen /Instinkt zugeordnet. Der Instinkt ist eine weibliche Eigenschaft, die eher belächelt als Ernst genommen wurde. Frauen wurde das rationale Denken abgesprochen und ihr Instinkt als „dumm“ bezeichnet. Frauen galten bis ins 20zigste Jahrhundert als „dumm“. In – stinkt, hört sich auch nicht freundlich an. Wer will schon stinken und dumm sein? So haben die Männer gelernt, ihre Gefühle total zu verdrängen, die sich dann in Notsituationen als aggressive Emotion zeigen. Das würde ich dann als nicht intelligente Emotion bezeichnen.
Männer, die sich erlauben ihre Gefühle auszuleben und in Form von Emotionen auch zeigen dürfen, werden dann eher Holz hacken gehen, wenn sie provoziert werden, als sich zu prügeln. Das würde ich dann „Emotionale Intelligenz“ nennen.

Gefühle sind ein Teil des weiblichen Prinzips. Es gehört also mehr zum Wesen des Weiblichen. Ratio – männlich und Emotion –weiblich. Um nicht als „dumm“ abgestempelt zu werden, hat auch die Frau gelernt, ihre Emotionen zu zügeln. Ich behaupte, die Gefühle lassen sich nicht „zügeln“, aber die daraus entstehende Emotion.
Z. B. fasse ich ein heißes Eisen an, von dem ich dachte es sei kalt, wird mein Gefühl schneller reagieren als mein Verstand und die Hand zurückziehen. Mein Ratio würde erstmal den Prozess logisch durchgehen: „Eisen ist kalt, kannste anfassen, oh was ist denn das? Das ist ja heiß. Hand schnell wegziehen.
Die Hand wegziehen bevor der Verstand einsetzt, das ist doch hoch intelligent, oder?
Da eine Verbrennung wehtut, wäre es eine intelligente Emotion, einfach zu schreien.
Vor Schmerz zu Schreien ist aber besonders für Männer nicht schicklich und überhaupt nicht männlich. Also wird diese Emotion unterdrückt, was in unserer Kultur dann als Emotionale Intelligenz bezeichnet wird. Das ist die Verdrehung der Verdrehung die uns krank macht. Da es aber gegen die Natur ist, Emotionen zu unterdrücken, bezeichne ich diese Reaktion als nicht Intelligent.
Oder nehmen wir das Gefühl der Freude, die wir in Form von Lachen als Emotion nach außen zeigen. Das ist verpönt. Eine Erfahrung, die ich selber machte. Wir haben leise zu lachen, wenn überhaupt. Die Folge davon ist, dass viele Menschen das Lachen verlernt haben und es in Lachkursen wieder erlernen müssen, wenn sie es wollen.
Ich denke, unser natürlicher Bauplan beinhaltet auch eine natürliche Emotion die intelligent ist. Wir müssen es nur zulassen.
Zügeln wir unsere Emotionen, dann leben wir gegen die Natur und das macht krank.

Was meinst Du eigentlich mit "Hohen-Emotion", "Hohen-Ego", Höheren-Selbst" und dem gegenüber , "Niedere-Ego" , "Niedere-Emotion" / "Niedere-Emo".
Ist das eine besser als das andere? So jedenfalls wird es uns gelehrt.
„Hoch“ steht sinnbildlich für Himmel, Gott Vater und ist gut.
„Nieder“ steht sinnbildlich für die Erde, Göttin Mutter und ist nicht gut.
Ist der Himmel besser als die Erde? Und der Vater besser als die Mutter?
Für mich nicht! Für mich sind sie gleichwertig.

Mir gefällt die Wertung „Hohe“ und „Niedere“ nicht. Ich würde es durch „natürlich“ und „unnatürlich“ ersetzen. Dann kämen wir der Antwort auf die Frage schneller bei.

Und zum Schweinehund folgendes. Mit dem Schwein hast Du den Hund aufgewertet. Mit Deiner Korrektur hast Du den Schweinehund wieder zum gewöhnlichen Hund gemacht, was er auch nun mal ist. Die Echse hingegen hast Du mit dem „Schwein“ aufgewertet, was Du wahrscheinlich gar nicht wolltest.
Das Schwein war in der Mythologie ein sehr kluges, sauberes, intelligentes soziales Tier. Es steht auch für Mut und Kraft. Es gehört zum weiblichen Prinzip und
Figuren und Vasen in Form eines Schweinekopfes mit Ohrringen zeigen, dass die in der Skulpturenkunst des Alten Europa der Jungsteinzeit dargestellte Sau eine Erscheinungsform der Großen Göttin des matriarchalen Zeitalters war.
http://www.symbolonline.de/index.php?title=Schwein
Das Krafttier Schwein ist verbunden mit Mutter Erde und verkörpert auch alle nährenden und liebenden Aspekte einer Mutter.
http://www.schamanische-krafttiere.de/k ... hwein.html
Wäre "Emotionelle- Intelligenz", also; die "Eingebung" von Wissen von "Wo-auch-immer" jedoch bei den Meisten wahrhaftig, wären die meisten Übel unserer Erde nicht mehr existent.
Wir haben alles in uns. Wir alle Fühlen und müssen die daraus entstehenden Emotionen einfach nur zulassen. Das wäre sehr intelligent.
Dem Natürlichen zugewandt sein, ist des Rätsels Lösung.

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Lidskjalfr
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Re: Psychologie: Gibt es "emotionale Intelligenz"?

Ungelesener Beitrag von Lidskjalfr » 4. Februar 2017, 14:35

Unter "Niederer-Emo" (zuzuordnen zum "Niederen-Ego") verstehe ich, Emo, die vom niederen-Ego aus geht. Unter "Niederes-Ego" verstehe ich; Körper-Ego, das ich wiederum aufteile in "inneres Schwein" (man sagt auch "inneren Schweinehund" dazu, aber das lehne ich ab, da Hunde zu intelligent und zu sozial sind. Das innere Schwein ist weder sozial noch intelligent), dieses ist eher "negativ" ("Fressen-Ficken-Fernsehen"). Die andere Seite ist das "innere Kleinkind" (ich habe Hunger, mir ist kalt, ich muss Pippi). Dieses sehe ich eher "positiv". Ich halte es für sehr wichtig, die Wünsche des "inneren Kleinkindes" zu beachten und auf notwendig, sinnvol oder schädlich zu überprüfen. Sogar dem inneren Schwein sollte man, nach ausgibiger Überprüfung, mal einen ausgesuchten maßvollen Happen hinwerfen. - Beide sind jedoch maßlos und haben keinen Verstand.

In jeder Kultur gibt es unterschidliche Symbolik. Z.B.; die Wildsau ist der Göttin Ceritwen zugeordnet und ein heiliges Symbol. Drachen werden in der einen Koltur dem "Bösen" zugeordnet, in der anderen Kultur dem "Guten". Es ist müßig, je nach Bedarf die Kulturen zu Rate zu ziehen um ein Symbol als etwas Gutes oder Böses dar zu stellen. Ich meine das Hausschwein (das ja auch kein schlimmes Wesen ist), weil es von seiner Biologie dem Menschen am ähnlichsten ist. In dem Zusammenhang sei erwähnt, daß in der Metaphysik die Zahl 666 dem Menschen zugeordnet wird. Wenn man sich in der Welt umsieht, wundert das nicht. Dennoch gibt es weniger wirklich "böse" Menschen, als man glaubt. Sie hängen lediglich in ihrem Assoziativen-Denken fest und sind ansonsten sehr triebgesteuert. Auch wenn dies für Viele neu zu sein scheint: Echte Liebe ist erst ab der Verstandesebene möglich, wo ich dem Nächsten als Individuum schätze und liebe. Das was die Meisten für Liebe halten, ist leider nur auf "weil" basierend (Angst und Gier). Sie lieben nicht das andere Wesen, sondern; die billige Arbeitskraft, den Sex, das schnelle Auto, die Sicherheit, den Status, die Versorgung, etc.. Egal, ob Männchen oder Weibchen.


Die "hohe Emo" ordne ich dem "Hohen Ego" / "hohen Selbst" zu, was ich unserer "Seele" zuordne.

"Emotiobnelle-Intelligenz" ist ein Begriff, der in Mode ist und den Trugschluss vermittelt, Emotion sei intelligent. Meist wird er im Bezug zum Management verwendet und soll vermitteln, auch die Emotionen der Mitarbeiter zu beachten. Leider läuft es meist darauf hinaus: "Sei nett zu deinen Miotarbeitern, dann kannst du sie besser ausbeuten".

Emotion und Gefühl werden häufig in einen Topf geworfen, was zu üblen Missverständnissen führt. Emotion hat keine Intelligenz, sondern kann unter Umständen von intelligenten Erkenntnissen ausgelöst werden. Meist werden Emos aber von Prägungen, Konditionierungen, Traumata, Kopplungen ausgelöst, die nur die Stufe des "Assoziativen Denkens" durchlaufen (es werden keine logischen Schlüsse gezogen, sondern; nur scheinbare Ähnlichkeiten oder Dinge die oft zusammen gehört / gelesen wurden, miteinander gekoppelt, obwohl diese keine wirkliche Kausalverbindung haben.
Beispiel: Ich befinde mich in einem verwahrlosten Wald und allerlei Müll liegt herum, ich benötige aber für eine notwendige Arbeit ein Messer, was ich nicht bei mir habe. Das Assoziative Denken schleppt eine vergammelte Banane aus Messopotanien, .eine Verpackung auf der Messer steht aber ein Regenwurm drinn ist, ein Kinder-Messer aus Gummi, ein zufällig an die Form eines Messers erinnerndes Stück Holz und schließlich einen Messi und einen Messdiener an. - Erst die Denkebene des Verstandes sucht nach etwas Härterem mit dem ich schneiden kann, z.B.; ein Stück dickeres Blech, daß ich mit einem Stein anschleifen kann oder einen Feuerstein, den ich so bearbeiten kann, daß er als Messer zur Not zu gebrauchen ist.

Gefühle sind etwas Anderes: Diese nehme ich mit meinen Sinnen war (dazu zähle ich, außer Augen, Ohren, Geschmacksknospen, etc., auch das dritte Auge, die Pyramiden-Zellen, etc). Gefühle vermitteln wichtige Informationen. Dazu zähle ich durchaus auch; "ich hab ein schlechtes Gefühl im Bauch" oder; "Da hab ich ein gutes Gefühl dazu". Auch der "Instinkt" macht sich in einem Gefühl bemerkbar, - nicht in einer Emotion!

Ich sehe "hoch" und "nieder" als Qualität, ohne Bewertung. In dem Fall, kann man Beides auch nicht als natürlich oder unnatürlich bezeichnen, da Beides natürlich ist. Auf keinen Fall, sehe ich "hoch" irgendeinem Gott zugeordnet oder "tief" der Erde (zumal ich Mutter Erde, nach meiner Terminologie eher als "hoch" bezeichnen würde). Ich hüte mich vor rein assoziativen Kopplungen, bevor ich sie mit dem Verstand überprüft habe.


Wie schon erwähnt: Emotionen sind etwas gänzlich Anderes, als Gefühle. Du meinst in deinen Ausführungen, wie ich annehme, eher die Gefühle, die man zulassen sollte. Wenn Das der Fall ist, kann ich dir beipflichten.

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