Der Mensch; Krönung der Schöpfung?

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Lidskjalfr
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Der Mensch; Krönung der Schöpfung?

Ungelesener Beitrag von Lidskjalfr » 8. März 2017, 14:07

Diese Frage kann man nur mit äußerstem Vorbehalt mit einem zögerlichen Ja, vielleicht, beantworten.
Von dem Potential her, hätte er durchaus die Möglichkeit sich zu Etwas zu entwickeln, was die Wenigsten zu hoffen wagen. Jedoch, sein Zustand ist erbärmlich.
Will man korrekt und ehrlich sein, so hat er, bis auf wenige Ausnahmen, die in undendlicher Vermessenheit selbst gegebene Bezeichnung; Homo-Sapiens-Sapiens nicht verdient. Denn Das heißt; der Mensch der über seine Gedanken nach denkt.
Hand aufs Herz: tun wir das? - Die Meisten; in keiner Weise! Es sind nur sehr Wenige, die hinreichend Selbst-Reflektion pflegen.
Einige könnte man, mit viel guten Willen, gerade mal als Homo-Sapiens bezeichnen. Die Meisten jedoch, nicht einmal Das.
Selbst die Bezeichnung; Homo-Erectus ist für Viele unpassend, da sie es nicht schaffen aufrecht durchs Leben zu gehen.
Leider wäre die korrekte Bezeichnung für sehr viele Zeitgenossen: Homo-In-Utilis.

Legen wir eine geladene Maschinenpistole auf den Tisch. Was tut diese? - Nichts! Es ist der Mensch, der sie benutzt um zu töten. Es macht auch nicht viel Sinn, Allesmögliche und Unmögliche als "Verbotene Waffe" zu katalogisieren. Irgendwann kommt Jemand auf die Idee: Alles was härter ist als ein Gummiball zu verbieten. Was bringd das, außer; daß Nichts mehr funktioniert? - Nichts! Denn dann bringen sich die Menschen mit weicheren Gegenständen um. Abgesehen davon, daß Derjenige welcher eine Gewalttat beabsichtigt, sich mit Sicherheit nicht an, auch noch so scharfen Waffengesetzen hält.
Beim Menschen ist anzusetzen!

Blicken wir uns weiterhin, um in der Welt und erfassen das Geschehen, müssten wir annehmen, es gebe eine menge "böser" Menschen. Auch Das ist ein Irrtum. So ganz bewusst "böse" sind nur sehr Wenige.

Irrtümer, Fehlinterpretationen, Kopplungen, vom Verstand unreflektierte und ungezügelte Emotionen, vom Verstand unrefletierte Prägungen, Konditionierungen, Wahnvorstellungen. Das treibt die Menschen zu destruktivem, verbrecherischen und dummen Verhalten, welches für fast jedes Unheil in der Welt verantwortlich ist.

Die "Funktion" dieser kognitiven "Mechanismen" habe ich schon an anderer Stelle erläutert. Doch möchte ich ergänzend Hier noch Einiges hinzufügen.

Viele verwechseln Gefühle mit Emotionen, respektive; halten sie für das Selbe. Das bringt, an sich selbstkritische und wache Menschen, auf eine total falsche Fährte.

Gefühle sind Wahrnehmungen aller Sinnesorgane plus noch anderer Wahrnehmungen, die in den Bereich; Intuition und Instinkt fallen, wie etwa; "ich hab ein schlechtes Gefühl dabei" oder; "da hab ich ein gutes Gefühl dazu".

Emotionen sind "Bewegungen" / Antrieb, der bei Weitem nicht zwangsläufig durch reale Dinge/Sachlagen ausgelöst wird, sondern meist durch Prägungen, Konditionierungen, einprägsamen Erlebnissen, Traumata, etc..
Dazu kommt, daß Emotionen auch von der untersten Denkstufe, welche großteils im Kleinhirn und Zwischenhirn abläuft, Ur-Instinkte und Triebe, ausgelöst werden. Das kann man unterteilen in z.B.; dem "inneren Schweinehund", den ich fortan lieber das " kleine Arschloch" nennen möchte. Denn Hunde sind viel zu intelligent und sozial dafür und henna hatte mich daran erinnert, daß auch den Schweinen damit Unrecht getan würde. Sollte jetzt Jemand von der Fraktion der Arschlöcher protestieren, werde ich das ignorieren, denn Arschlöcher mag ich nicht besonders.
Also; in der unteren Denkstufe (der Ersten) finden wir:
Das kleine Arschloch = "Fressen, Ficken, Fernsehn" und:
Das kleine Kind = "Mir ist kalt, ich hab Hunger, ich muss Pippi".
Beide haben durchaus ihre Berechtigung und man sollte auch sie beachten. Das "kleine Kind" macht auf körperliche Defizite aufmerksam und auch dem "kleinen Arschloch" sollte man den einen oder anderen Happen gönnen.
Doch fatal wird es, wenn man die "Rufe" der Beiden nicht mit dem Verstand reflektiert. Denn Beide sind ohne Verstand und völlig maßlos.
Triebe haben ursprünglich den Sinn gehabt das eigene Leben zu erhalten und die Reproduktion zu gewährleisten. Vieles Übles ist auf unreflektierte Triebe zurück zu führen:
Auch der Großindustrielle, Bandenboss oder Politiker der über Leichen geht und die Erde in eine Hölle verwandelt, folgt unreflektierten Trieben, wie etwa den Sammel-Trieb, der im Ursprung bezwecken sollte, daß man Vorräte anlegt um über den Winter oder durch schlechte Zeiten zu kommen. Viele folgen unreflektiert dem Trieb Anereknnung in der Herde zu finden, etc., etc., etc..

Emotionen werden häufig durch Dinge ausgelöst, die keinerlei Kausalverbindung zu dem Objekt haben, auf das die Emotion gerichtet ist. Das Fatale: Emotionen interpretieren alle Wahrnehmungen nur so, das sie selbst (die Emotionen) berechtigt erscheinen. Dadurch kommt ein ziemlicher Unsinn zu stande, der katastrophale Folgen haben kann.

All Diese (Triebe und auch Emotionen) nutzen fast nur die zweite Denkstufe, das Assoziative Denken.
Besonders dominante Emotionen sind Hass, Angst und Gier. - Propaganda und Werbung nutzt Diese erfolgreich!

Da "das innere kleine Arschloch" auch faul ist und den Drang hat, im Gewohnten zu verharren, ist jedesmal eine Hürde zu überwinden, um auf die dritte Denkstufe zu kommen: den logischen Verstand.
Doch Das ist die dringende Notwendigkeit um all die Übel zu mindern und zu überwinden.
Viele, besonders in der alternativen und/oder esoterischen Szene, haben ja zu Verstand und Logik eine negative Kopplung, weil sie in dem "Logiker" einen kalt berechnenden "Maschinenmenschen" sehen, der keine Empathie empfinden. - Das ist ein großert Irrtum! Denn erst in der Verstandesebene ist Empathie erst möglich. Empathie und selbst Liebe, die nicht über die Verstandesebene gehen, sind Keine, sondern; lediglich; "haben wollen"! Viele die glauben zu lieben, lieben nicht das individuelle Wesen, sondern nur; Sicherheit, Sex, den Besitz des "geliebten" Wesens (also; das dicke Auto, das Haus, das Geld, etc.), den Status in der Herde, das Status-Symbol, die Arbeitskraft oder was sonst so dieses Wesen für sie symbolisiert. Von echter Liebe ist Dies weit entfernt.

Würden entschieden mehr Menschen häufiger auf die 3. Denkebene, also; den Verstand, gehen, wäre schon fast die Welt gerettet.

Cervantes hat ja in seinem Don Quijote sehr gut gezeigt, wie Prägungen und Konditionierungen (in seinem Fall; das andauernde Lesen von Ritterromanen) sich auswirken, wenn man auf der assoziativen Denkstufe verharrt. Da werden Schänken-Mägde zu Edelfäuleins, er selbst zum edlen Ritter, Windmühlen zu gefährlichen übelwollenden Riesen die es zu bzwingen gilt und eine Rasier-Schale von einem Barbier zu einem Silberhelm.

Tja, im übertragenen Sinne war ich schon öfters in meinem Leben eine "Windmühle" und jede menge Zeitgenossen rennen mit einer Rasierschale auf dem Kopf herum.

Das muss sich ändern. - Dann ist erst ein Licht am Horizond zu sehen!

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