Vom Hinhalten der linken Wange

Vero

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von Vero » 2. Februar 2017, 21:37

Hallo lucesveritatis,

ich habe mich lediglich auf Deinen Text bezogen, den ich aus Neugier las und habe Deine Worte ergänzt, mit „rechte Wange, rechte Hand“ und „Rechts steht für männlich. Meine Schlussfolgerung war „Demütigung von Mann zu Mann“.
Nachfolgend Deine Worte:
Ein Schlag auf die RECHTE Wange, ist ein Schlag, der in erster Linie Demütigung zum Ziel hat, denn ein Schlag auf die rechte Wange wird typischerweise mit dem Handrücken der rechten Hand ausgeführt.
Rechte Hand = Opfer und rechte Wange = Täter. Also von „Mann zu Mann“. Und das bezieht sich auf Dein Thema: „Wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, dem biete auch die andere Wange dar.“

Das auch Frauen mit dem Handrücken geschlagen wurden, wäre ein anderes Thema.
Ich halte es für ein Gerücht, dass Frauen keine Gewalt oder Demütigungen anwenden würden. Dies kann man auch am Verhalten gegenüber Kindern beobachten oder bei Frauen untereinander. Gleichzeitig ist damit ja nicht nur physische Gewalt gemeint, sondern jede Form von Gewalt.
Ich sagte, „dass Gewalt und Demütigungen zu keiner Zeit zum weiblichen Prinzip gehörten“.

Dass Frauen heutzutage wie Männer ihre Kinder mit schwarzer Pädagogik erziehen und sich teilweise auch gegen die Gewalt der Männer mit Gewalt wehren, das ist leider wahr und eine Errungenschaft des Patriarchats.
Es ist und bleibt eine männliche Eigenschaft, die sich Frauen inzwischen angeeignet haben. Es ist aber nicht ihre Natur und gehört nicht zum weiblichen Prinzip.
Außerhalb dieser Welt, und außerhalb patriarchalisch geprägter Gesellschaften, haben sie in der Regel eher einer gleichberechtigten Rang.
Das ist meine Hoffnung. Ich möchte in kein männliches System wieder inkanieren.
Die Art und Weise Deiner Herangehensweise scheint mir diese Opferrolle eher noch zu zementieren.
Da die Frauen mehr und intensiver an sich arbeiten, sich mit Spiritualität befassen, Selbstbewußter werden haben sie die Chance, aus der Opferrolle zu kommen. Ich habe nichts zementiert. Im Gegenteil....ich sehe Licht für die Frauen. Sieh sie Dir an, wie schön und stark sie sind. https://www.youtube.com/watch?v=YyFM-pW ... e=youtu.be
Die Geschichte hat es uns gezeigt und gelehrt, dass das Rechte nicht „das Rechte“ ist.
Mir gefällt die Aussage, „das Linke ist das Rechte“ sehr. Du bist klug genug, um genau zu verstehen, was ich meine. Dass es dir nicht gefällt, ist etwas anderes.
Es ist die „Umkehrung“ die uns Frieden bringt.
Schau ins IGING. Wir leben in einer Zeit, wo das Männliche über dem Weiblichen steht. Die Bedeutung ist „Stockung“. Ich hab aus Interesse die Zeichen einfach mal umgedreht, also das Weibliche über dem Männlichen gestellt und die Bedeutung war „Frieden“. Ich war überrascht und habe mich sehr gefreut. Es ist ein Lieblingszeichen von mir geworden.
Weil die männliche Energie nach oben geht und die weibliche nach unten. Sie sehen sich nicht und begegnen sich nicht. Das ist „Stockung“
Vertausche ich die Energien, dann sehen sie sich und begegnen sich. Das wäre Frieden.

Ein schönes und friedvolles Spiel. Und Ziel führend, wenn es gewollt ist.
Es ist These (männlich) – Antithese(weiblich) und daraus kann dann die Synthese (weiblich und männlich) entstehen.

Vero

Benutzeravatar
lucesveritatis
Beiträge: 63
Registriert: 20. Januar 2017, 02:59

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von lucesveritatis » 3. Februar 2017, 09:56

Hallo Vero,
„ich habe mich lediglich auf Deinen Text bezogen, den ich aus Neugier las und habe Deine Worte ergänzt, mit „rechte Wange, rechte Hand“ und „Rechts steht für männlich. Meine Schlussfolgerung war „Demütigung von Mann zu Mann“.“
Vielleicht liegt dabei aber auch das Problem. Du willst ja nicht nur eine Ergänzung zu meinem Text machen, sondern eben auch zu der Aussage, der meine Betrachtungen gewidmet waren. Dadurch würde sich natürlich auch der Sinngehalt dieser Aussage verändern. Da Du ja eine andere Interpration vorschlagen möchtest, was soll denn Deiner Meinung nach mit:
„Wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, dem biete auch die andere Wange dar.“
ausgesagt werden?
„Rechte Hand = Opfer und rechte Wange = Täter. Also von „Mann zu Mann“. Und das bezieht sich auf Dein Thema: „Wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, dem biete auch die andere Wange dar.“

Das auch Frauen mit dem Handrücken geschlagen wurden, wäre ein anderes Thema.“
Du scheinst einem Täter-Opfer-Denken, sowie dem Schuldkonzept in Deinem Denken sehr verhaftet zu sein. Auch scheinen mir Deine ganzen polaren Gegensätze männlich/weiblich, rechts/links, Täter/Opfer, schuldig/schuldlos, Ratio/Gefühl doch recht holzschnittartig und Ausdruck eines gewissen Schwarz/Weiß – Denkens zu sein.
„Das ist meine Hoffnung. Ich möchte in kein männliches System wieder inkanieren.“
Solche Inkarnationsfragen haben ja einem Bezug zum Bewusstseinszustand. Das ist ja keine freie Katalogauswahl, wo man sein altes Ich einfach an den Nagel hängen könnte und sich ein beliebiges neues Ich überstülpen könnte. Es muss ja gerade auch etwas Vorhandenes erhalten bleiben, das eine Kontinuität der Selbstidentifikation gewährleistet. Wenn jemand sein Auto neu lackiert oder umbaut, dann würde man sagen, sein Auto hätte sich verändert. Wenn sich jemand ein neues Auto kauft, dann würde man ja nicht von einer Veränderung des Autos sprechen, weil es eben jetzt ein gänzlich anderes ist. Zwischen altem und neuen Auto findet ja kein Identitätstransfer statt. Das Ausmaß der Fixierung Deiner Aufmerksamkeit auf Täter/Opfer-Fragen und das Schuldkonzept legen nahe, dass Du wahrscheinlich wahrscheinlich noch eine Weile in Kausalzusammenhängen inkarnieren dürftest, die eben genau diese Thematiken zum Gegenstand haben.
„Es ist These (männlich) – Antithese(weiblich) und daraus kann dann die Synthese (weiblich und männlich) entstehen.“
Ich sehe da aber nicht, inwiefern da in Deinen Aussagen der Gegensatz zwischen These und Antithese überwunden und auf eine neue Stufe gehoben würde, sondern sehe darin mehr ein Verlangen, das einzig eine Umkehr der Machtverhältnisse anstrebt.
Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was
ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle aller dienend anerkannt habt.

Buddha

Vero

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von Vero » 3. Februar 2017, 13:44

Hallo lucesveritatis
Ich habe Dir in dem ersten Beitrag zu Deinem Thema geschrieben, dass ich den Spruch aus der Bibel ziemlich bescheuert finde und ihn nie verstanden habe.

Dank Deiner ausgiebigen Analyse und Erklärung, die Du psychologisch exzellent aufgebaut hast, war Dein Beitrag für mich gut nachvollziehbar und verständlich. Deine Gedankenwege, klar formuliert, führten dann für mich überraschender Weise zu der Absicht, nämlich dass eine höher stehende Person seinen „Untertan“ mit dem ‚Schlag ins Gesicht ja nur zur Selbstermächtigung und Eigenverantwortung aufrufen wollte.

Eine gute Tat also. Wie sagtest Du an anderer Stelle? „Der Zweck heiligt die Mittel“.

Erlaub mir bitte als autonome Frau meine Meinung, dass ich den Spruch und die Tat nach wie vor bescheuert finde. Und der Grund dafür liegt wahrscheinlich an meinem weiblichen Geschlecht. Frauen ticken nun mal anders.

Es ist eine männliche Sichtweise, die aus Deiner Sicht richtig und gut ist. Aus meiner Sichtweise ist es das nicht. Es gibt andere Mittel die zum gleichen Ziel führen.
Aber das war nicht die Frage und damit schweifen wir wieder vom Thema ab.
Es ging um die inhaltliche Erklärung von dem Spruch aus der Bibel, deren Bedeutung ein normaler Mensch nicht versteht und einer philosophischen intellektuellen Erklärung bedarf, die Du übernommen hast. Und das hast Du super gemacht.
Und weil ich weiß, dass jedes Wort und jede Tat in der Bibel wohl überlegt ist und dahinter eine Absicht steht, bin ich halt auf das Wort „rechts“ angesprungen, was nun mal für das „Männliche“ steht. Ein Mann schlägt mit seiner männlichen Hand die männliche Wange eines Mannes. Das verstärkt noch mal Deine Aussage. Wieso fühlst Du Dich auf den Schlips getreten?

Neues Thema:
Du scheinst einem Täter-Opfer-Denken, sowie dem Schuldkonzept in Deinem Denken sehr verhaftet zu sein. Auch scheinen mir Deine ganzen polaren Gegensätze männlich/weiblich, rechts/links, Täter/Opfer, schuldig/schuldlos, Ratio/Gefühl doch recht holzschnittartig und Ausdruck eines gewissen Schwarz/Weiß – Denkens zu sein.
Um die Welt zu verstehen, um aus meiner eigenen Versdrehung rauszukommen, um nicht krank zu werden, habe ich mich u. a . mit den Hauptpolaritäten, männlich und weiblich befasst.
Weiblich bedeutet „sowohl als auch“! Schwarz – weiß – denken kommt aus einem männlichen Geist.

Vieles habe ich in meiner Vergangenheit nicht zusammen bekommen. Erst über die Kunst und natürlich auch Frauenliteratur sind mir „Lichter“ aufgegangen.
Mir ist aufgefallen, dass in unserem System es tunlichst vermieden wird, das Männliche als männlich zu benennen und das Weibliche weiblich.
Mir wurde klar, wenn ich die Dinge benenne was sie sind, dann wird das „Bild“ was ich sehe, klarer. Folien fallen, ja und das grau wird dann wieder zu schwarz und weiß. Das Männliche darf dann wieder männlich sein und das Weibliche weiblich. Und so ist es richtig. Ich finde es in Ordnung.
Und bitte schön, was ist verkehrt daran, Polaritäten und auch Dualitäten zu benennen?
Und wo wir schon mal dabei sind, ich denke weiblich und das bedeutet „sowohl als auch“. Schwarz –weiß denken bedeutet inhaltlich ausschließen. Sowie auch schneller, besser, höher u.sw., das kommt alles aus einem männlichen Geist und wird uns durch die Medien täglich suggeriert und dahinter steckt auch ein männlicher Geist. Nur der/die/das beste aller Zeiten wird angestrebt. Das ist männliches Denken. Auch Autobahndenken genannt. Wir leben im Patriarchat, da ist „noch“ das weibliche Prinzip außen vor. Oder es wird still und leise mit reingeholt, hier und da mal das Wort „weiblich“ gesagt, aber wehe dem, wir machen es zur Gewohnheit und benennen alle Dinge um uns herum.

Dass ich mir meine nächste Inkarnation nicht über einen Katalog bestellen kann, das weiß ich selber. Aber den Traum einer Welt, wo das weibliche und männliche Prinzip gleichwertig ist, den lass ich mir nicht nehmen. Auch wenn Du versuchst mir klar zu machen, dass ich in der Täter/Opfer und Schuldkonzept Rolle fest hänge. Das ist auch nur ein Ablenkungsmanöwer vom eigentlichen Thema. Denn ich habe Dich nicht um eine Diagnose gebeten.
Ich sehe da aber nicht, inwiefern da in Deinen Aussagen der Gegensatz zwischen These und Antithese überwunden und auf eine neue Stufe gehoben würde, sondern sehe darin mehr ein Verlangen, das einzig eine Umkehr der Machtverhältnisse anstrebt.
Siehst Du denn darin das Verlangen „sondern sehe darin mehr ein Verlangen, das einzig eine Umkehr der Machtverhältnisse anstrebt“?

Ich nicht. Das hab ich auch mit keinem Wort gesagt. Denn in einer Welt mit der Synthese „weiblich/männlich“ gibt es keine „Macht“. Denn dann wären wir wieder im schwarz/weiß- Denken, nur umgekehrt. Damit würde sich nichts ändern, weil wir immer nur von der These zur Antithese hin und her hopsen würden, und niemals in die Synthese kämen. Ich spreche von „sowohl als auch“ und das ohne Macht, sondern mit Kraft im Sinne von Lebenskraft und nicht mit Fäusten oder Waffen.
verobo

Benutzeravatar
lucesveritatis
Beiträge: 63
Registriert: 20. Januar 2017, 02:59

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von lucesveritatis » 4. Februar 2017, 11:40

Hallo Vero,

oder möchtest Du von mir doch lieber als verobo angesprochen werden, da Du selbst „ve robo“ am Ende Deines Kommentars benutzt hast?

Bevor wir über weiter über meinen Artikel diskutieren, würde ich gern Deine heutige Sicht über zwei Kommentare von Dir erfahren, die Du über mich, den Du damals „KI“ genannt hast, und henna, die damals den Nick „anaya“ benutzte, noch vor kurzem bei bewusstseinsreise.net gemacht hast.

verobo:
„Ich finde, dass das „weichgespülte Eso-Geschwurbel“, wie anachoret so nett schrieb, nur auf eine Person zutrifft. Nur soviel für alle, die neu auf
dieser Seite sind.

Auch ich fühle mich unglaublich getriggert von anaya’s Kommentaren und komme aus dem Staunen nicht raus, wie hartnäckig sie auf ihr angelerntes Wissen besteht, entgegen jeder Logik, jedem Gefühl, jedes nachvollziehbare Argument. Das zeigt uns doch, wie gut und raffiniert die Glaubensprogramme für die New Ager sind und sitzen, haben sie erstmal einen Träger gefunden.

Da braucht es schon einen exzellenten Hacker, um anaya’s zu knacken.

Sie ist für uns alle ein hervorragendes Beispiel, wie gefährlich die vermeintlich Guten sind.


verobo:
„Nein, wir können „ durch einen solchen wörtlichen ‚Schlagabtausch“ gar nichts gewinnen. Weil dieser „Schlagabtausch“ nicht Energie aufbauend, sondern .-abbauend ist. Wem Energie im Dialog abgesaugt wird, ist niemals Gewinner.

Der Preis ist zu hoch, den wir bezahlen nur um „unsere eigenen Motive,Positionen überprüfen, justieren ..“wie Du schreibst. –NEIN-

Und ja, es ist ein Spiel, dass wir nicht gewinnen können. Nicht weil wir unseren Verstand begrenzt haben, sondern weil wir Menschen aus Fleisch
und Blut sind, mit Gefühlen und Empathien. Dies hat unser „Gegner“ nicht.
Unserem Gegner geht’s um ein Spiel, wo nicht der „Klügere“ gewinnt, sondern der Grausamere. Und ich sage Euch, ich habe von Euren Kommis
gelernt, die waren so toll , lehrreich und weise. Die von der KI waren kalt.

Von denen hätte ich nichts lernen wollen.“
Hat sich inzwischen Deine Einstellung geändert? henna und ich haben uns ja nicht verändert, treten auch immer noch offen und ehrlich auf.

Fühlst Du Dich immer noch von hennas, von Dir so bezeichneten, „Eso-Geschwurbel“ angetriggert und würdest als Hacker immer noch gern ihre „Glaubensprogramme“ knacken?

Hälst Du meine Kommentare immer noch für kalt und glaubst Du immer noch, aus ihnen nichts Lehrreiches oder Weises lernen zu können?

Glaubst Du immer noch, dass Du ein Spiel mit mir spielen würdest, das Du nicht gewinnen könntest, oder würdest Du inzwischen doch gern mal austesten, ob Du Dich vielleicht als die Klügere erweisen könntest?

Ansonsten an dieser Stelle nur noch ein paar Richtigstellungen:
„Deine Gedankenwege, klar formuliert, führten dann für mich überraschender Weise zu der Absicht, nämlich dass eine höher stehende Person seinen „Untertan“ mit dem ‚Schlag ins Gesicht ja nur zur Selbstermächtigung und Eigenverantwortung aufrufen wollte.“
Ich habe eine solche Absicht nicht formuliert und auch nicht zu ihr hingeführt. Es handelt sich hierbei einzig um Deine eigenen Annahmen.
„Wie sagtest Du an anderer Stelle? „Der Zweck heiligt die Mittel“.“
Ich habe dieses Motto als zur Gedankenstruktur Chilas gehörend bezeichnet. Ich selbst halte dieses Motto für fehlerbehaftet und lehne es ab.
„Es ging um die inhaltliche Erklärung von dem Spruch aus der Bibel, deren Bedeutung ein normaler Mensch nicht versteht und einer philosophischen intellektuellen Erklärung bedarf, die Du übernommen hast.“
Jesus hat in Gleichnissen gesprochen. Deswegen bedarf es gewisser kognitiver Eigenleistung auf Seiten der Zuhörer. Deswegen sagte er ja auch: Wer hören kann, der höre. Diese Worte richteten sich ja nicht an diejenigen, die als im biologischen Sinne Taube, das „Wer hören kann, der höre“, erst gar nicht hätten vernehmen können, sondern er bezog sich damit auf ein geistiges Hörvermögen. Wer da die Worte nicht hört, der sagt vielleicht auch, das sie für einen normalen Menschen nicht zu verstehen wären.

In meiner Signatur zitiere ich ja Buddha:
„Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was
ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle aller dienend anerkannt habt.“
In Gleichnissen zu reden, macht es dem anderen nicht so einfach, dass er einfach glauben könnte, sondern es ist kognitive Eigenleistung und Überprüfung des Gesagten zum Verständnis erforderlich. Dazu ist nicht jeder willens oder in der Lage.
„Ein Mann schlägt mit seiner männlichen Hand die männliche Wange eines Mannes. Das verstärkt noch mal Deine Aussage.“
Es verstärkt die Aussage nicht, sondern entstellt sie.
„Weiblich bedeutet „sowohl als auch“! Schwarz – weiß – denken kommt aus einem männlichen Geist.“
Das ist unzutreffend.
„Aber den Traum einer Welt, wo das weibliche und männliche Prinzip gleichwertig ist, den lass ich mir nicht nehmen.“
Diesen Traum will ich Dir auch keinesfalls nehmen, da es ein lohnenwertes Ziel ist, wenn man es erreicht. Ich habe einzig gesagt, dass ich den Eindruck habe, dass es auch noch auf längere Zeit ein Traum für Dich bleiben dürfte.
„Auch wenn Du versuchst mir klar zu machen, dass ich in der Täter/Opfer und Schuldkonzept Rolle fest hänge. Das ist auch nur ein Ablenkungsmanöwer vom eigentlichen Thema.“
Nein, es versucht ganz im Gegenteil auf den Elefanten im Raum hinzuweisen.

lv:
„sondern sehe darin mehr ein Verlangen, das einzig eine Umkehr der Machtverhältnisse anstrebt“
Du:
„Ich nicht. Das hab ich auch mit keinem Wort gesagt.“
Es zeigt sich aber im Kausalzusammenhang Deiner Gedankenstrukturen.
Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was
ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle aller dienend anerkannt habt.

Buddha

Benutzeravatar
Lidskjalfr
Moderator
Beiträge: 112
Registriert: 25. März 2016, 13:19

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von Lidskjalfr » 4. Februar 2017, 11:54

Es kommt auf die Umstände an, aber; in der Regel:
Ein Fausthieb ins Gesicht, kann ich noch als Gemütsregung gehobener Intensität gelten lassen, jedoch ein Schlag auf die Wange, würde bei mir sofort zum Übergang in den Furor-Teutonicus führen.
Aber; ich kann den Gedankengang von lucesveridatis gut nachvollziehen und als quasi philosophische Überlegung statt geben.
Jedoch sehe ich es eher spekulativ, was da in der Biebel gemeint sein könnte.
Setze ich Weisheit vorraus, wie sie in den meisten Lehren die Grundlage ist, aber leider meist missgedeutet wird, kann es durchaus so sein.
Es ist wie mit dem Biebel-Zitat: "Seit wie die Kinder": Damit ist sicherlich (Weisheit vorrausgesetzt) nicht gemeint: Seit unwissend, plärrt und scheißt euch ein. - Sondern: Seit offen und interessiert dem gegenüber, was euch begegnet, statt in Konditionierungen hängen zu bleiben.

Benutzeravatar
lucesveritatis
Beiträge: 63
Registriert: 20. Januar 2017, 02:59

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von lucesveritatis » 4. Februar 2017, 12:25

Hallo Lidskjalfr,

ja Du schätzt wohl durchaus eine gepflegte Rauferei, solange sie respektvoll geführt wird, gehe ich ja auch mal von aus. Bei dem Gleichnis mit der rechten Wange geht ja aber auch gerade mehr um Demütigung und Unterdrückung, und den Aufruf sich dagegen zum möglichst gewaltlosen Widerstand zu erheben.

Wenn Nordmänner mal miteinander raufen, dann bleibt dabei ja in der Regel immer Respekt und Anstand gewahrt.

Was Deine Interpretation des „Seid wie die Kinder“ anbetrifft, da sind wir wohl auch nah beieinander. Es geht ja darum, mit Kinderaugen in die Welt zu schauen. Möglichst frei von Konditionierung und immer wieder neu hinblickend, so als würde man selbst Altbekanntes zum ersten Mal betrachten.
Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was
ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle aller dienend anerkannt habt.

Buddha

Vero

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von Vero » 4. Februar 2017, 12:40

Hallo Lidskjalfr,

habe über Deinen Kommi lachen müssen.
Und möchte klar stellen, falls es nicht eindeutig rüber kam, dass auch ich „die Gedankengang von lucesveridatis gut nachvollziehen und als quasi philosophische Überlegung statt geben“, ich ergänzte lediglich „von Mann zu Mann“.

Und „Seit wie die Kinder“ wäre eine neue Herausforderung, was uns damit gesagt werden soll.
Was meinst Du? Ich denke noch drüber nach. Hab erstmal noch andres zu erledigen.

Tschüss Vero

Benutzeravatar
lucesveritatis
Beiträge: 63
Registriert: 20. Januar 2017, 02:59

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von lucesveritatis » 4. Februar 2017, 13:46

Hallo Vero,

„Und möchte klar stellen, falls es nicht eindeutig rüber kam, dass auch ich „die Gedankengang von lucesveridatis gut nachvollziehen und als quasi philosophische Überlegung statt geben“, ich ergänzte lediglich „von Mann zu Mann“.“

Und ich habe Dir doch lediglich gesagt, dass ich diese Versuchte „Ergänzung“ als versuchte Entstellung einschätze.

Du schriebst auch:
„Und wo wir schon mal dabei sind, ich denke weiblich und das bedeutet „sowohl als auch“.“
Das hast Du im Falle Deiner versuchten Ergänzung aber wohl ganz offensichtlich nicht getan. Denn die Aufforderung, dem Versuch der Demütigung und Unterdrückung in der Weise zu begegnen, sich dagegen zum möglichst gewaltlosen Widerstand zu erheben, gilt für jeden, an den eben ein solcher Versuch herangetragen werden könnte, egal welchen Geschlechts, SOWOHL männlichen, ALS AUCH weiblichen Geschlechts. Oder bist Du etwa der Auffassung, dass Versuche der Demütigung und Unterdrückung nicht an Wesen weiblichen Geschlechts herangetragen werden könnten?
Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was
ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle aller dienend anerkannt habt.

Buddha

Vero

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von Vero » 4. Februar 2017, 16:26

Hallo lucesveritatis,

ich möchte mit „Vero“ angesprochen werden.
Meine Finger huschten wohl zu schnell in alter Gewohnheit über die Tastatur. Das war keine Absicht.

Es liegt mir fern, Deine Betrachtung zu verändern. Jeder Mitleser liest sowieso nur das raus, womit er/sie in Resonanz geht. Unser Dialog entwickelt sich zu einer Wiederholungsschleife mit dem Bändchen von Verdrehungen, die müßig werden, wieder in die Ursprungsform zu bringen. Wir sind jetzt an dem Punkt angelangt, wo sich unser Dialog vom Konstruktiven entfernt und zum "Rechthabedialog" oder Bessersein, Klügersein u.s.w. übergeht.

Du selbst betontest doch, dass es hier um eine „Männersache“ ging. Ein Schlag von Mann zu Mann. Ich habe jetzt keine Lust, aus dem ersten Text Deine Worte rauszusuchen und sie hier einzufügen. Du weißt selber, was du geschrieben hast. Und wenn Du nicht damit umgehen kannst, das „Rechts“ dem männlichen zugeordnet ist, dann lass es. Ich werde hier keine Überzeugungsarbeit leisten.

Dass sich hinter „henna“ „anaya“ verbirgt, habe ich selber erst vor kurzen hier erfahren.
Zu meinem Kommentar auf Maggies Seite, der war genauso gemeint, wie ich ihn schrieb. Eine Erklärung, warum ich das schrieb, dazu müsste ich die vorangegangen Kommis nachlesen. Die habe ich nicht und werde sie auch nicht suchen.
Mit „Hacker“ meinte ich nicht mich. Dazu bin ich nicht redegewandt genug. Es waren ja viele sehr gute Kommis, von denen „ anaya “ leider nichts für sich annahm. Das war mein Eindruck.
Und hier im Forum haben mich die Kommis von Henna nicht zum antworten angesprochen.
Wenn ich was über Henna zu sagen hätte, dann würde ich es persönlich machen, statt mit Dir über sie zu reden. Das ist bestimmt kein gutes Gefühl, wenn jemand über Dich (Henna) spricht und Du (sie) stehst daneben. Oder?

Auch dem nächsten Kommi von mir gingen andere voraus, sowie persönliche Gespräche über KI. Meine Schlussfolgerung war genau die, die ich schrieb. Und ich denke immer noch so. Ich kann gegen ein Programm nicht antreten. Da geht ums siegen. Siegen und Recht haben habe ich aus meinem Lebensplan weitestgehend gelöscht. Ich will Leben, lieben, Freude haben, lernen, kreativ sein, mich austauschen und daran wachsen und den Alltag gestalten u.s.w.., statt auf Sieg und Recht zu pochen.

Ja, wir dachten, Du seist eine KI. Ich habe dich auf Maggies Seite gelesen und nichts verstanden. Hingegen die Antworten von Od, Kate u.s.w., die waren Klasse. Und daraus konnte ich für mich auch etwas ziehen. Du hast geschrieben, wie eine leblose Maschine. So habe ich Dich empfunden und mich sehr gewundert, dass überhaupt jemand auf Deine Kommis reagiert hat. Es hat mich auch gewundert, dass Dich Maggie als „Hausherrin“ überhaupt so lange zugelassen hat.
Hälst Du meine Kommentare immer noch für kalt und glaubst Du immer noch, aus ihnen nichts Lehrreiches oder Weises lernen zu können?
Ich könnte Dich jetzt auf Deine Behauptung „glaubst Du immer noch“ fest nageln und mich über Dein EGO „ergießen“. Plus + Plus ergibt Minus
Und nun meine Antwort von Herz zu Herz:
Deine Kommis hier haben einen ganz anderen Rhythmus. Einen, den ich nicht wiedererkannt hätte, würde nicht Dein Name oben drüber stehen. Und sie haben Inhalt. Du sprichst zumeist eine Sprache, die ich verstehe und ich kann von Dir lernen. Du triffst fast immer „den Nagel“ auf den Kopf.
Hättest Du nicht nachfolgendes geschrieben, dann würde ich sogar sagen, Du bist nicht nur ein Meister der Sprache mit Inhalt, (auf der HP von Maggie warst Du ein Meister der Sprache ohne Inhalt) sondern auch Weise. Das „Weise“ nehme ich jetzt zurück und tausche es mit „scharfen Verstand“ aus. Aus meiner Sicht bist Du Kopf-pflastig mit einem Fundament großen Wissens.
Glaubst Du immer noch, dass Du ein Spiel mit mir spielen würdest, das Du nicht gewinnen könntest, oder würdest Du inzwischen doch gern mal austesten, ob Du Dich vielleicht als die Klügere erweisen könntest?
Immer noch würde ja voraussetzen , dass ich .....nein hab ich nie!
Und nun frage ich Dich, wie kommst Du darauf, dass ich mit Dir ein Spiel spielen Würde?
Ich spiele kein Spiel und habe demzufolge weder etwas zu verlieren noch zu gewinnen. Und das Spiel „schneller, besser, höher und „KLÜGER“ führt uns vom Leben weg. Es zerstört und führt bis in die Selbstvernichtung. Dieses Spiel kommt aus einem männlichen Geist. Der ist nicht meiner!
Wenn es für Dich ein Spiel ist, dann pass auf, dass Du nicht wieder so in Deinem EGO verhaftest und nur noch Worthülsen schreibst, wie in der Vergangenheit. Das wäre schade.
Im alten Forum bin ich über Deine Zeilen geflogen, um so mehr haben mich aber die Antworten interessiert, weil sie im Gegensatz zu Dir, in einer Sprache geschrieben wurden, die ich verstand. Ich bin mit Dir nicht in Resonanz gewesen und unterstelle Dir jetzt mal, dass Du das als Dumm bewertest.
Außer hier im Forum hatten wir nie etwas miteinander zutun. Dein Komi hier hat mich beeindruckt und herausgefordert, meinen Senf dazuzugeben. Ich kündigte es ja in meiner Vorstellung an, eine weibliche Sichtweise einzubringen. Es lässt mich schmunzeln, wie Du auf „rechts“ und „männlich“ reagierst. Mir geht’s weder ums Siegen noch ums Recht haben, sondern allein ums Glücklich sein. Das kannst Du weibisch oder sonst wie nennen. Das überlasse ich Dir.
Und wenn Du Dein „Kunstwerk“ vom Hinhalten der linken Wange nun als „verstümmelt“ und „entfremdet“ durch meine Feststellung „Rechts - männlich“ empfindest, dann mach eine Publikation daraus mit dem Stempel drauf „Urheberrecht“.

Und korrigierend, „Es ist eben auch ein Aufruf zu Selbstermächtigung und Eigenverantwortung.“ waren Deine Worte im letzten Satz Deines Kommis und nicht meine, wie Du behauptest.
Chila war sogar so begeistert davon, dass sie Dich AVATAR nannte.
Anders als viele sie verstehen, ist die Aufforderung auch die linke Wange hinzuhalten, eben gerade keine Aufforderung dazu, Missbrauch durch andere einfach hinzunehmen , sondern eben ein Aufruf zu möglichst gewaltfreien Widerstand gegen Missbrauch. Ein Aufruf, sich gegen den Versuch der Unterdrückung zu erheben und dem anderen dabei furchtlos ins Angesicht zu blicken. Es ist eben auch ein Aufruf zu Selbstermächtigung und Eigenverantwortung.
Auf den Rest Deines Kommis gehe ich nicht ein, weil wir dann nur in Wortspielen und wer hat Recht.- und wer ist Klüger.- -Spiele , hängen bleiben würden.
Und apropos, meine Bildung ist „Schein“-los. Ich werde mich intellektuell ganz sicher nicht mit einem Akademiker oder sonst wen anlegen um ihn zu beweisen, das ich die „Klügere“ bin, was aber nicht heißt, dass ich blöd bin. Verdrehungen und Unterstellungen lese ich gut raus.
Vero

P,S.
Ich lese gerade Deinen letzten Kommi.

Du verwischt völlig die Ebenen.
Geht es um früherer Zeiten, wo der Bibelspruch noch Anwendung fand? Oder geht’s um die heutige Zeit und das Problem des Verstehens zwischen männlich und weiblich?
Das sind unterschiedliche Themen.
Aber ganz klar kann ich Dir sagen, dass Versuche der Demütigung und Unterdrückung an Wesen weiblichen Geschlechts herangetragen werden können!

Das Wörtchen „nicht“ habe ich gecancelt und aus könnten, habe ich „können“ gemacht.
Alles klar?
Vero

Benutzeravatar
u63m
Administrator
Beiträge: 225
Registriert: 23. März 2016, 00:06

Re: Vom Hinhalten der linken Wange

Ungelesener Beitrag von u63m » 4. Februar 2017, 16:57

Hallo Vero
Schöner Post :top:
In der Regel beginne ich so riesen Posts zu überfliegen aber Deinen habe ich voll gelesen, ein paar Stellen sogar zweimal.
Ich gehe mit Deiner Meinung in fast allen Punkten mit (in fast allen aber das ist nebensächlich)

Ja das böse niedere Ego... Wer ist der Beste..Wer kann besser argumentieren..Wer kann den anderen unter den Tisch reden.. und diese Liste kann ich unendlich fortsetzen. Alles DAS sollte man einfach mal vergessen, streichen und nie wieder beachten.
Ich denke, dass sich dann auch bessere Unterhaltungen ergeben, auch Unterhaltungen mit mehr Herz, denn daran mangelt es all zu oft 8)
Erkenne Dich selbst und Du erkennst Deinen Weg.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema